6 Fähigkeiten, die du brauchst, um mit deinem Interior Design Business erfolgreich zu sein, wenn…

...du Projekte vom Entwurf bis zur Fertigstellung professionell betreuen willst.

Oft wird mir die Frage gestellt, was ich als Interior Designerin "können" muss um mit eigenen Projekten erfolgreich zu sein. Tatsächlich brauchst du diese 6 NUR DANN ALLE, wenn du Raumveränderungen vom ersten Entwurf bis zur kompletten Fertigstellung begleitest.

1.  Vorstellungsvermögen & Gestaltungskompetenz

  • Mit Proportionen, Maßstäben, Sichtachsen, Zonierungen kennst du dich aus.
  • Mit der Farb- und Materialwirkung (Licht, Oberfläche, Reflexion) bist du vertraut.
  • Du hast Stilkompetenz: nicht „Trend“, sondern passend zur Person oder dem Unternehmen entwerfen können und wollen.


2.  Funktion & Nutzerlogik

  • Du kannst Grundrisse nicht nur lesen, sondern verbessern: Wege, Stauraum, Ergonomie...
  • Du kennst dich mit Alltagstauglichkeit aus (Kinder, Haustiere, Homeoffice, Pflege, Akustik)
  • Du solltest auf Kundenwunsch hin priorisieren können: was ist „must have“ vs. „nice to have“.


3.  Technisches Grundwissen

  • Bei Beleuchtung: Lichtarten, Platzierung, Kelvin/Lumen/RA sind dir vertraut.
  • Bei Materialien: Mit Eigenschaften, Pflege, Haltbarkeit, Budget-Alternativen kennst du dich aus.
  • Du hast ein Basis-Bauverständnis: Wände, Böden, Feuchte, Schall, Wärme (keine Statik(!) – es sei denn, du bist Bauingenieur oder anderweitig Nachweisberechtigte/r)


4.  Planungs- & Visualisierungsskills

  • Aufmaß/Bestandsaufnahme, Grundriss/Ansichten/Schnitte sind keine Fremdworte.
  • Moodboards, Materialkonzepte, Stücklisten kannst du erstellen.
  • Visualisierungen kannst du machen: Bspw. Skizzen in 2D/3D, so, dass andere es verstehen und deshalb so umsetzen können.
    Fotorealistische Visualisierungen können natürlich auch delegiert werden, so mache ich es beispielsweise.


5. Umsetzung & Gewerke-Steuerung

  • Du solltest Schnitte/Details so kommunizieren können, dass Handwerker wissen, was gemeint ist und sich vergewissern, dass die Arbeiten fachlich auch so ausgeführt werden können, wie entworfen.
  • Idealerweise kennst du Toleranzen, Montage-Reihenfolgen, Schnittstellen (Maler–Boden–Elektrik–Tischler).
  • Zu Qualitätskontrollen vor Ort: Abnahmen, Mängel erkennen, nachhalten - dann, wenn du Innenarchitektin bist - und Bauleitung anbietest.
    Ansonsten kannst du als (nur) Interior Designerin aus rechtlichen Gründen eine klassische Bauleitung nicht anbieten.
    Mängel unter optischen Gesichtspunkten zu erkennen, sollte selbstverständlich sein und ist erlaubt.
    Tipp:  Nachhalten, dass es in welchem Fall auch immer, gerichtet wird, empfehle ich sehr, da es sonst, selbst wenn nicht durch dich verursacht, so doch an dir als Interior Designerin ’hängen bleibt’.


6. Rahmenbedingungen & Sicherheit

  • Du darfst ein Risikobewusstsein haben für Brandschutz/Fluchtwege (wann du jemanden holen musst).
  • kenne dich aus mit Produktsicherheit (z. B. im Objekt: Strapazierfähigkeit, Rutschhemmung)
  • Informiere dich über die rechtlichen Basics: Leistungsabgrenzung, Haftungsfallen, Dokumentation in deinem speziellen Fall.

 

Diese 6 Skills solltest du haben, bzw. zunehmend stärken, um „marktfit“ zu sein, wie gesagt -
falls du genau das alles in deinem Portfolio anbieten willst!

Vergiß bitte nie, dass du als Selbständige keine Leistungen anbieten musst, die du nicht anbieten möchtest.
Und: Erfolg entsteht nie durch einen einzelnen Baustein allein (in dem Fall diese Skills) sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Wenn du sehen möchtest, wie ich arbeite und wie du das für dich nutzen kannst, findest du hier meine Kurs- und Mentoring-Angebote:  Mehr dazu.