Wo findest du Kunden – ohne Instagram & Co.?

Wo finde ich als Interior Designerin Kunden – ohne Instagram & Co.?

Wenn du keine Lust hast, auf Instagram oder anderen Social Media Plattformen ständig zu posten, verstehe gerade ich das vollkommen.
Für mich ist das regelmäßige Content produzieren nicht nur zeitlich schwer schaffbar, sondern gefühlt sogar irgendwie kontraproduktiv, weil potenzielle Kunden denken könnten, dass ich scheinbar nichts zu tun habe, wenn ich so viel Freiraum habe, laufend Social-Media-Beiträge zu erstellen...

Nun, meine eigene Instagram Seite ist sehr wohl mit Vorher/Nachher Bildern aus eigenen Projekten gefüllt - aus einem eigennützigen Grund: Dem, dass man sieht, dass ich meine Erfahrungen nicht nach einigen geglückten Projekten bereits als ”Know-How für dein Interior Design Business” weitergebe, sondern mein Wissen einerseits nicht nur aus meiner Lebenserfahrung, sondern aus hunderten Projekten - und demzufolge Kundenkontakten erwachsen ist.

Zurück zur Kundengewinnung - und wie ich sie ohne Social Media auch tatsächlich betrieben habe:

Es kommt auch bei deiner Offline-Kundensuche darauf an, für wen dein Angebot gestrickt ist.
Entscheidend ist auch, dass du dort sichtbar wirst, wo diese Menschen unterwegs sind – und dass du empfohlen wirst - bzw. es anderen leicht machst, dich zu empfehlen.

Hier kommen nachfolgend ein paar Vorschläge wie du Kunden ohne Instagram & Co. findest.

Kunden finden

1. Empfehlungspartner

Du brauchst Partner, die bereits laufend Privatkunden haben und auf deinem Level arbeiten – z. B. Küchen-/Bad-/Lichtstudios, Schreiner, Maler, Bodenleger, Makler, Sanitär/Elektro, Fenster/Türen, Raumausstatter, Polsterei.

Warum das so gut funktioniert: Du kommst über Vertrauen (der potenziellen Kunden zum Partner) rein.

2. Google

Wenn jemand googelt „Interior Designerin + (seine) Stadt“ oder „Wohnung einrichten lassen“, ist das keine Langeweile – das ist Kaufabsicht.

Du brauchst dafür neben deiner Webseite ein Google Business Profile und eine gute Suchmaschinen-Optimierung. Punkt.

 

3. Lokale Sichtbarkeit: Vorträge + kleine Events

Beispielsweise zu einem Vortrag bei einem befreundeten Möbelhändler 10-15 Personen einladen (oder im Showroom eines Partners (weiter unten) zum (z.B.) Thema:
- „Altbau richtig sanieren: Reihenfolge, typische Fehler, Budgetfallen“
oder
- „Stil- und Materialentscheidungen: wie man schneller zu Klarheit kommt“
oder…

 

4. Makler für hochwertige Objekte

Makler haben genau das, was du willst (natürlich nur, wenn du für diese Kunden positioniert bist): Eigentümer, die investieren.

Du brauchst hier eine klare Kooperation: „Ich helfe bei Entscheidungs- und Aufwertungsplanung, damit Verkauf/Vermietung besser läuft.“

 

5. Handwerker als Business-Partner

Ein guter Schreiner/Elektriker/Maler ist täglich bei Kunden, die umbauen (im weitesten Sinn). Wenn du deren Projekte aufwertest, oder Aufträge mitbringst, empfehlen sie dich gern – wenn du ihnen das Empfehlen leicht machst.

5.1. Typische Fehler bei der Business-Partner Auswahl

- Zu viele Partner gleichzeitig - du verlierst Fokus. Starte mit 5 passenden.
- Kein ”Pitch” von dir - Partner empfiehlt dich nicht, weil er nicht in einem Satz sagen kann, was dein USP ist.
- Kein Beweis - Ohne ein abgegebenes 'Mini-Profil' zum Anfassen bleibst du „theoretisch“.
- Kein Prozess - Empfehlung „irgendwann mal“ passiert leider nie.

 

6. Nähe

Am einfachsten - an bestimmte - Kunden zu kommen, ist es, wenn du dich in deren Umfeld aufhältst. Was es dabei Wichtiges zu beachten gibt, erfährst du in meiner Masterclass.

Letzteres hat bei mir ehrlicherweise am besten funktioniert.

ZUSAMMENGEFASST.

Wo finde ich als Interior Designerin offline Kunden?

Dort, wo bereits investitionsbereite Privatkunden sind: über Empfehlungspartner (Studios, Gewerke, Makler), über Google-Suchanfragen, über Bestandskunden und lokale Kooperationen. Und dort wo sie persönlich unterwegs sind.

Wo finde ich Kunden ohne Instagram und Co.?

Baue Partnerschaften mit Betrieben auf, die laufend Privatkunden haben, und mache das Empfehlen leicht: 1-Minuten-Pitch, 2 Mini-Broschüren, klaren USP geben.

Wie viele Empfehlungspartner brauche ich?

Am Anfang reichen 3–5 passende Partner, wenn sie wirklich auf deinem Level arbeiten und regelmäßig Kundenkontakt haben. Qualität schlägt Quantität.
Mehr werden es automatisch, je mehr Aufträge du bearbeitest.

Was sage ich einem Partner, ohne aufdringlich zu wirken?

Du bietest einen klaren Nutzen und ein einfaches Win-win-Modell an (ebenfalls Empfehlungen, Planung & Konzept, Showroom-Event).

Sollte ich vielleicht komplett offline arbeiten?

Nein. „Ohne Social Media“ heißt natürlich nicht „ohne Internet“. Google Business Profile + Website mit gutem SEO sind oft die sauberste Ergänzung.

 

Nächster Schritt

Wenn du eine komplette Vorgehensweise zum Aufbau einer erfolgreichen und dabei auch finanziell stabilen Selbständigkeit suchst, bist du beispielsweise in der Masterclass richtig, beim 1:1 Mentoring, oder in unserem IDA-Club (ab 8. Mai 2026).